Ostermanns Bündnis?

Es kommt nicht häufig vor, dass die Fraktionsvorsitzenden einer Regierungskoalition den Chef einer Oppositionsfraktion in einer gemeinsamen Erklärung direkt ins Visier nehmen. Im Saarland ist genau das geschehen: Die Jamaika-Troika Klaus Meiser (CDU), Horst Hinschberger (FDP) und Hubert Ulrich (Grüne) haben einen Aufruf lanciert, in dem der „Brunnenvergifter“ Oskar Lafontaine ermahnt wird, „zur Sacharbeit im Parlament beizutragen“, statt „zu skandalisieren, zu diffamieren und zu beleidigen“ beziehungsweise „zu lügen“ sowie „wahrheitswidrig und böswillig“ Dinge zu verbreiten. Das ist starker Tobak, weniger wegen der Kritik selbst, mehr noch ihrer Form wegen.
Ein Kommentar auf freitag.de

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3 Kommentare zu “Ostermanns Bündnis?”

  1. Eines muss man Jamaika lassen: wirklich geschmackvoll. “Als Vorwurf ist Brunnenvergiftung auch ein altes Stereotyp zur Verleumdung bestimmter Volksgruppen. Sie wurde den Juden im Mittelalter besonders während der Verbreitung der Pest (1347-1350) zugeschrieben und löste europaweit Pogrome mit hunderttausenden Todesopfern an ihnen aus. Der Vorwurf war der klassische Fall einer antijudaistischen Verschwörungstheorie.” (Wikipedia) http://de.wikipedia.org/wiki/Brunnenvergiftung

  2. Lesender Arbeiter sagt:

    danke an f.e. für diese hintergrundinfo, es ist wirklich nicht zu fassen, wie diese koalition vorgeht, mit welchen mitteln, unglaublich.

  3. snooker sagt:

    wobei man vielleicht annehmen darf, dass diejenigen, die den vorwurf der brunnenvergiftung erheben, diesen historischen hintergrund nicht kennen. davon wird die sache freilich nicht besser, es ist eben eines von vielen dahingeschwafelten versatzstücken

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