Wer kandidiert wofür?
Auf der Rangliste von Terminen mit hohem Erwartungspotential steht
der Neujahrsempfang der saarländischen Linkspartei ziemlich weit oben. Oskar Lafontaine will dort am Dienstagabend eine Rede halten, hieß es. Der Schwerpunkt sei landespolitisch gewählt. Zu seiner persönlichen Zukunft, wird ein Parteisprecher zitiert, werde er sich aber wohl noch nicht äußern. Das haben dafür andere Männer aus der Linken-Spitze getan – die ja nicht nur eine “Partei der älteren abwesenden Herren” ist, wie die Frankfurter Allgemeine heute schreibt. Dietmar Bartsch, der dazu gedrängt wurde, auf dem Rostocker Parteitag nicht mehr als Bundesgeschäftsführer anzutreten, hat heute auf Phoenix erklärt, er „werde auch für kein anderes Amt kandidieren“. Bodo Ramelow erneuerte im ARD-Morgenmagazin seine Ankündigung, nicht noch einmal für den Parteivorstand zu kandidieren – er wolle sich noch stärker auf die Aufgaben in Thüringen konzentrieren. Das hat an mancher Stelle für Schlagzeilen gesorgt, die Entscheidung ist aber bereits seit längerem bekannt und hat mit dem aktuellen Streit in der Linken nichts zu tun. Ramelow schlug vor, „dass wir aus Thüringen Frauen für die Mitarbeit im höchsten Parteigremium nominieren“. Über das befinden im Mai die Delegierten, der Geschäftsführende Parteivorstand wird „unter Mitwirkung des Vorsitzenden der Bundestagsfraktion, Gregor Gysi, und nach Beratung mit den Landesvorsitzenden, rechtzeitig vor dem Parteitag den zuständigen Gremien einen Vorschlag zur Architektur der künftigen Parteiführung und einen Vorschlag für die Besetzung der Führungspositionen unterbreiten“, wie es in der Erklärung der Linken-Spitze vom Montag heißt, deren Entwurf von Katja Kipping und Klaus Ernst vorbereitet worden war. (tos)
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hoffentlich wird lafontaines linke jetzt nicht schwere illoyalität vorgeworfen, weil hier mitgeteilt wurde, dass ramelows entscheidung schon seit längerem feststand und mit aktuellen anlässen nichts zu tun habe…
bartschs linke, wie das blog schonmal genannt wurde, gilt zwar schon per se als illoyal. damit eine richtige kampagne gegen euch daraus wird, müsste aber erst noch die junge welt ins boot kommen. stalin-schnauzbart umgeschnallt und immer schön denselben vorwurf wiederholt, bis eure absetzung perfekt ist.