Vermessung der Utopie

Die Krise hat vieles hervorgebracht, unter anderem diesen journalistischen Allgemeinplatz: Die Linke profitiere nicht aus dem konjunkturellen Absturz und seinen sozialen Folgen. Bestand denn wirklich diese Erwartung? Oder war der zusammenbruchstheoretische Kurzschluss nicht zuallererst eine Sache der Medien? Ich habe von der Linkspartei über die Gewerkschaften bis in die linksradikale Szene hinein nur sehr wenige gehört, welche die Aussicht auf eine lang anhaltende Krise mit großem Optimismus verbunden hätten. Im Gegenteil, wann immer von der Notwendigkeit die Rede war, das Ruder endlich herumzureißen, blieben Skepsis und offene Fragen: Mit welchen Mitteln und wohin? Über nichtkapitalistische Perspektiven, Demokratie, Machtfragen, Gemeineigentum, Plan und Markt sowie konkrete Ansatzpunkte für eine andere Gesellschaft diskutieren am Sonntag die Autoren des Gesprächsbandes „Die Vermessung der Utopie“, Elmar Altvater und Raul Zelik, mit der Linkspartei-Abgeordneten Christine Buchholz und Hans Laumeyer von der Antifaschistischen Linken Berlin. Um 19.30 im Festsaal Kreuzberg, Skalitzerstraße 130.

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