Skeptischer Bisky

Lothar Bisky hat dem Spiegel ein Interview gegeben – und die
Reaktionen bleiben nicht aus. Aufreger ist weniger der vollständige Inhalt des über drei Magazin-Seiten laufenden Gesprächs, sondern eine Vorabmeldung, die mit einigen wenigen (unter dem Gesichtspunkt marktförmiger Aufmerksamkeitskonkurrenz herausgesuchten) Zitaten auskommt. „Bündnispläne – Linken-Chef Bisky schließt Fusion mit SPD nicht aus“, lautet die Überschrift, was ein wenig frei übersetzt ist, weil von „Plänen“ bei Bisky ja gar keine Rede ist. Auf die Frage danach, wann die „Zeit reif für einen Zusammenschluss von SPD und Linken“ sei, antwortet der im kommenden Mai scheidende Parteivorsitzende: „So schnell nicht. Da bin ich skeptisch. Das ist vielleicht ein Projekt der nächsten Generation. Die Geschichte hat zu viele Narben hinterlassen.“ Nicht schnell, skeptisch, vielleicht – das hört sich doch schon ein bisschen anders an. Und auch nicht jeder, der von „gemeinsamen Wurzeln“ spricht, will bei Schröder und Co landen, wie die vorschnelle Kritik insinuiert. Bisky hat da jemand ganz anderen im Sinn. Was er sonst noch gesagt hat, kann man nachlesen – spätestens am Montag am Kiosk. (vk)

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Ein Kommentar zu “Skeptischer Bisky”

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