Vorstand kritisiert Vorstand
Die Bayerische Linke will bei den Wahlen 2013 ins Maximilianeum einziehen. Eine besonders überraschende Nachricht vom Parteitag in Erlangen ist das nicht. 2008 war man mit 4,3 Prozent noch gescheitert, bei den Bundestagswahlen waren es landesweit schon 6,5 Prozent. Das soll auch die neue Zielmarke sein, aktuelle Umfragen gibt es nicht. Klaus Ernst hat zudem „einen deutlichen Mitgliederzuwachs“ gefordert. Ende September hatte der Landesverband 3.160 Mitglieder, 2007 waren es noch 2.374, später allerdings auch schon einmal mehr. Man müsse „nach außen nicht als Trümmertruppe, sondern als Truppe erscheinen“ – offenbar zielte der Bundesvize damit auch auf ein lebhaftes Parteitagsgeschehen, von ihm bezeichnet als: der „innere Kram“. So lag unter anderem ein Antrag vor, der die Abschafung der Stelle des Landesgeschäftsführers verlangte. Zu nennen ist vor allem aber die deutliche Kritik von Vorstandsmitgliedern am Gremium „in seiner Gesamtheit“.
„Der organisatorische und politische Zustand“ der Partei hinke der Stimmenzahl „vielerorts deutlich hinterher“, heißt es in einem Antrag, der von neun der 20 Vorstandsmitglieder eingereicht wurde, davon vier aus dem sechsköpfigen geschäftsführenden Vorstand. Dem soll unter anderem eine „stärkere Profilierung in landespolitischen Fragen” entgegengesetz werden. Die derzeitige Mehrheit des Vorstandes, so der Antrag, wolle allerdings ihre „Führungsaufgabe explizit nicht wahrnehmen, sondern möchte sich auf die Koordination basisdemokratischer Initiativen aus den Kreisverbänden beschränken“. Damit verschwinde „der Landesverband als eigenständiger politischer Akteur“, reduziere sich „auf einen innerparteilichen Moderator und Mediator“. Eine solche Debatte scheint nciht jedem zu passen. Der ddp zitiert den nicht unumstrittenen bayerischen Lokalmatador Ernst: “Wenn wir in den Landtag wollen, dann geht es doch nicht, das eigene Personal permanent in Frage zu stellen. Hört auf damit!” (tos)
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Kommt hier im Text etwas missverständlich rüber aber Klaus Ernst unterstützt den Antrag dieser 9 Vorstandsmitglieder! Es ist also mitnichten so, dass ihm dieser Antrag oder die Depatte darüber missfällt
Dieser Eindruck sollte nicht entstehen.
Die bayrische Linke wird derzeit von “Karrieristen” der ehemaligen WASG dominiert, zu denen u.a. auch Klaus Ernst gehört. Wobei ich dessen Qualifikation nicht in Frage stellen möchte.
Wenn dann aber Postenschacherer wie Harald Weinberg aus Nürnberg auf die vorderen Listenplätze gehievt werden verwundern die sogenannten Querelen im Landesverband nicht.
In Bayern wollte man eine Sozialdemokratisierung der Partei vermeiden, die aber mit diesem Personal nicht mehr zu verhindern ist.
Uwe Hiksch z.B. wurde von dieser Clique systematisch rausgemobbt. Eva Bulling-Schröder kann und will dem WASG-Flügel (Seeheimer der Linken) nichts entgegensetzen um ihre Position im LV und der Fraktion nicht zu gefährden.
Am Ende werden sie uns auch verraten wie einst die Sozialdemokraten.
Uwe Hiksch hat sich selbst “rausgemobbt”.
http://eifelphilosoph.blog.de/2009/06/24/uwe-hiksch-linker-hartz-iv-empfaenger-linkt-6376294/
@ sperber
ich bin über diese Kampagne gegen Uwe im Bilde. Da hat wohl jemand zu viel Zeit?