Quergelaufen
Nachtrag zu einer Nachfolge-Debatte, die nun doch gar keine gewesen sein soll. So jedenfalls sieht es Bodo Ramelow, der gestern mehrfach mit dem Hinweis zitiert worden war, die Linkspartei brauche einen Generationswechsel und dies habe mit der Krebserkrankung Oskar Lafontaines nichts zu tun – sondern mit dessen Alter. Ramelow hat dafür viel Kritik einstecken müssen. Auf seiner Website erklärt er nun: „Fest steht, dass etwas völlig quergelaufen ist, denn eine wie auch immer geartete Personaldebatte zum jetzigen Zeitpunkt habe ich garantiert nicht im Sinn.“ Zurück gehe das Ganze auf einen „älteren Text zum Thema Doppelspitze und Generationswechsel“, der noch in Unkenntnis der Erkrankung Lafontaines von ihm, Ramelow, autorisiert worden sei. Offen blieb, um welchen Text es sich gehandelt hat. Die dpa hatte gestern Mittag zunächst unter Verwies auf eine Vorabmeldung der Leipziger Volkszeitung aus einem Interview über Ramelows Vorstoß berichtet. Der spricht nun von einer „folgenschweren Fehlinterpretation meiner Aussagen“ und von „Falschmeldungen“. (tos)
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