Ende der Feindseligkeit

Ende der Feindseligkeit

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Die sächsische Linke hat eine neue Spitze. Beim Parteitag in Burgstädt wurde der bisherige Landesgeschäftsführer Rico Gebhardt zum Vorsitzenden gewählt. Es gab keine Gegenkandidaten. Vorgängerin Cornelia Ernst sitzt inzwischen im Europaparlament. Zur Debatte stand zudem der Leitantrag „Aufbruch in ein neues Jahrzehnt“ – und von einem solchen war denn auch sehr oft die Rede. Der Landesverband hat schon bessere Zeiten gesehen, die Mitgliederzahl schrumpft in einer vor allem im Westen wachsenden Partei, bei den Wahlen verlor die Linke Stimmen. Als ein Grund dafür wurden am Wochenende immer wieder Flügelstreitereien genannt. Die Konflikte zwischen den Lagern passten dabei nie so recht ins bekannte Strömungsregister der Partei. Man habe sich „in den letzten Jahren viel zu viele Schattengefechte, viel zu viele persönliche Reibereien, viel zu viele Egoismen geleistet“, sagte Ernst. Der frühere Fraktionschef Klaus Bartl sprach von „Führungsfehlern, Grabenkämpfen, Rivalitäten“ – „nahezu logenartig funktionierende“ Gruppen würden sich „einander bis zur Feindseligkeit“ gegenüberstehen. Das soll sich nun ändern: An der Spitze stehen sowohl Vertreter der PDS-Gründergeneration (Bartl) und der so genannten Jugendbrigade (Sebsatian Scheel). Außerdem wurde mit der Leipziger GEW-Chefin Cornelia Falken eine außerparlamentarisch gut verdrahtete Gewerkschafterin in den Vorstand gewählt. Berichte dazu im Neuen Deutschland (hier) und der Leipziger Volkszeitung (hier und hier) sowie die Liveberichterstattung der Linkspartei mit den Beschlüssen und Wahlergebnissen zum Nachlesen. (tos)

Foto: Linke Sachsen/Flickr

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