Drei Parteitage

Ein Parteitag ist kein Parteitag – weshalb die Linke an diesem Wochenende gleich zu drei verschiedenen Delegiertentreffen einlädt: neben jenem in Nordrhein-Westfalen, das die veröffentlichte Meinung bereits in Alarmstimmung versetzt hat, wird auch in Bremen und Sachsen getagt. Dabei wird eine große Bandbreite des gefühlten Linkspartei-Daseins abgedeckt: Die Linkslinken mit ihren angeblich überzogenen Forderungen in NRW, die vernünftigen Realos im Freistaat, doppelt so stark wie die SPD aber trotzdem nicht an der Regierung. Und schließlich der Bremer Verband, der in der Bürgerschaft in Opposition zu Rot-Grün agiert, was mit Blick auf Mitte-Links-Überlegungen und die nächsten Landtagswahlen 2011 auch eine interessante Variante ist. Bei allen drei Parteitagen stehen zudem eine Reihe von Wahlen für diverse Gremien und Aufgaben an, überregionale Bedeutung haben die Personalien allerdings kaum. Berichte haben die Linken in Sachsen versprochen (hier und hier). Die Linke Bremen lässt Interessierte hoffentlich auf ihrem Twitter-Kanal und bei der “minutengenauen Liveübermittlung” teilhaben. Und aus NRW wird man wohl über die „bürgerlichen Medien“ informiert. Dafür sorgt nicht zuletzt Oskar Lafontaine, dessen Rede gleich zu Beginn des Parteitags angekündigt war. Eine Abstimmung über den viel diskutierten Entwurf des Wahlprogramms ist für den Samstag geplant – ob das Papier mit seinem über 50 Seiten aber überhaupt in dieser Form bestand hat, war zuletzt bezweifelt worden. (tos)

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Ein Kommentar zu “Drei Parteitage”

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