Uhrenvergleich!

Die Bootstouristen sind inzwischen wieder vor Anker gegangen. Rückzug, halber Rückzug, kein Rückzug – über Oskar Lafontaines neue Rheinsberger Begeisterung für quotierte Doppelspitzen in Fraktion und Partei wurde viel gesprochen, aber sicher noch nicht das letzte Wort. Das Präludium zur Fraktionsunterrichtung wurde hinreichend beschrieben. Aber wann fuhr er denn nun vor? Rollte der silberne Audi „zwanzig vor zwölf“ vor dem Hotel vor (Süddeutsche Zeitung). Oder doch erst „viertel vor zwölf“ (Frankfurter Allgemeine) bzw. „um kurz vor zwölf“ (Spiegel)? Wer soll jetzt noch glauben, dass der entscheidende Satz „um 12.51 Uhr“ gesagt wurde (Tageszeitung)? Aus manchen Kriminalfilmen kennt man den Uhrenvergleich. Wenn mal wieder jemand irgendwelche Thesen über den Journalismus der Zukunft schreiben sollte: Bitte aufnehmen. (tos)
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