Signale ins Saarland

Lafontaines Verzicht auf den Fraktionsvorsitz (er wäre wohl kaum durchgefallen), ist nicht ganz risikolos. Einen Zusammenhang seiner Entscheidung mit der Lage im Saarland hat er verneint. Obgleich die „Parteikreise“, die zuvor zitiert wurden, das Gegenteil behauptet hatten. Also nicht zurück zu den Wurzeln? Alles nur bundespolitisch vorgedacht? „Es wäre völlig fahrlässig, eine solche Entscheidung abhängig zu machen von einer Entscheidung, die noch nicht getroffen ist im Saarland“, hat Lafontaine heute in Rheinsberg erklärt. Es ist eine Botschaft. Die Landesgrünen entscheiden erst am Sonntag ob sie ein Bündnis mit SPD und Linken eingehen oder sich für die Reise nach Jamaika entscheiden. Das Verhältnis zwischen dem Grünen-Chef Hubert Ulrich und Lafontaine wird als problematisch beschrieben. Ein Wechsel Lafontaines an die Saar sei „eher als Drohung denn als Hilfe“ aufgefasst worden, hieß es bereits. Ulrich sagte, eine dauerhafte Übernahme des Landtagsfraktionsvorsitzes durch Lafontaine sei für eine „rot-rot-grüne Koalition nicht gerade förderlich“ – weil SPD-Landeschef Heiko Maas mit seinem früheren Chef Schwierigkeiten haben könnte. (tos)

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