Nun auch Kaufmann
Schon wieder ein Austritt bei der Linken. Wer gestern mit Politikern der Partei über den Wechsel von Sylvia-Yvonne Kaufmann zur SPD sprach, erntete vor allem eines: Sarkasmus. Wann denn die nächste frühere stellvertretende Parteivorsitzende zu den Sozialdemokraten gehen werde, fragte sich einer mit Blick auf den Übertritt von Angela Marquardt im Jahr 2006. Andere spekulierten, ob Müntefering aus dem Nähkästchen plauderte, als er bei der Präsentation der Neusozialdemokratin Kaufmann von weiteren Linkspolitikern sprach, die bei der SPD angeklopft hätten. André Brie, der manchem als Kandidat gilt, hat sich in der Berliner Zeitung gegen einen Wechsel ausgesprochen – er wolle weiter in der Linkspartei für eine „radikale Realpolitik” kämpfen. Der Tenor nach Kaufmanns Schritt in den Medien heute: Die Realos sind auf dem Rückzug, die Fundis gewinnen die Oberhand. Ein erster Kommentar von gestern auf freitag.de ist hier nachzulesen. Die Erklärung von Kaufmann gibt es bei der SPD. Und die Reaktion der Linkspartei-Spitze findet sich hier.
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dietmar bartsch redet unlogisch wenn er erklärt: “wäre sie gewählt worden, würde sie heute für die linke wahlkampf machen.” denn wenn sie (und auch brie) gewählt worden wäre, dann hätte sich die linke anders zu europa poitioniert und dann hätte sie keinen grund auszutreten gehabt. der verweigerte listenplatz ist ja kein selbstzweck, sondern ausdruck von politik
korrektur, falsches zitat, das ist unlogisch: “Ihr Schritt ist zumindest unglaubwürdig, wenn man bedenkt, dass sie noch vor wenigen Wochen auf dem Europa-Parteitag für die Partei, die sie jetzt verlassen hat, engagiert um einen Listenplatz gekämpft hat.”
http://www.wawzyniak.de/?p=1311