Wechsel in der dritten Reihe
Die Personalien Kaufmann und Wechselberg haben dafür gesorgt, dass inzwischen jede Mitgliederrochade zwischen SPD und Linkspartei durch öffentliche Berichterstattung geadelt wird. Und wie sich die Worte gleichen. Aus der Berliner Zeitung erfährt man heute, dass der frühere Pankower Baustadtrat Andreas Bossmann zu den Sozialdemokraten rübergmacht habe. Andreas wer? Der 52-Jährige war nach Jahren als Parteiloser Baustadtrat erst 2002 in die PDS eingetreten – als Beitrag im Kampf gegen „linke Sektierer”. Auf der Website der Partei wird als Arbeitsschwerpunkt Bossmanns “programmatische Erneuerung” angegeben. Mit dem Lafontaine-Kurs der Partei könne er nun aber nichts mehr anfangen, es gebe – man hat es schon geahnt – unrealisistische Forderungen und eine destruktive Europapolitik. Stefan Liebich, der mit Bossmann im Pankower Bezirksvorstand saß, sieht das offenbar ähnlich. Der gegenwärtige Auftreten der Linkspartei “könnte uns noch etliche Köpfe kosten”, wird der frühere Landeschef zitiert.
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Ein Kommentar zu “Wechsel in der dritten Reihe”