Dehm schreibt an Liebich
Kaufmanns Wechsel in die SPD führt in der Linkspartei erwartungsgemäß zu Friktionen. Diether Dehm hat an Stefan Liebich geschrieben und der Spiegel hat mitgelesen: „Mail-Affront entsetzt linke Realos“. In dem “offenen Brief” mosert Dehm über Liebichs Unterstützung für Kaufmann auf dem Europaparteitag. Eine Mischung aus Revanche und Besserwisserei. Liebich will die Sache „nicht weiter hochkochen lassen“, weiß der Spiegel. Jan Korte findet den Brief allerdings „zum Kotzen“ und spricht von „Parteisäuberungsphantasien“. Die Email kommt auch auf Dominic Heiligs bei der Listenaufstellung gestutzte Chancen bei der Europawahl zu sprechen – der ist Mitarbeiter von Korte. Dehm selbst überrascht mit der Mitteilung, die Nachfrage per Telefon bei ihm „zeigt wieder einmal, dass der Spiegel der verlängerte Arm des Bundesnachrichtendienstes ist“. Will Dehm sagen, das Blatt habe die Email aus Geheimdienstkanälen erhalten? Eher nicht. Von den “BND-Medien”, womit „die Schreibagenten der Herrschenden, die mit ihnen verknüpften Nachrichtendienste und die restliche meinungsbeherrschende Kaste“ gemeint sind, hat Dehm auch früher schon gesprochen? Der Spiegel kann die Email von Liebich oder sonstwem haben. Man kann sie ebensogut im Internet finden. Im Neuen Deutschland wusste man schon gestern von ihr. Dort ist heute morgen von einem Dehm die Rede, der sich nach dem Abgang von Kaufmann „mit Stefan Liebich gleich den nächsten unliebsamen Genossen zur Brust nehmen“ würde.
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Es wird zunehmend mühselig, der LINKEn soviel Sympathie entgegenzubringen dass es am Wahltag noch für das Kreuz reicht. Worte und Taten driften immer weiter auseinander bei dieser Partei.
Gruss