Leidiges Thema

Vor der Listenaufstellung der hessischen Linken zur Bundestagswahl gibt es Streit. Wie der Spiegel berichtet, hat der Landesvorstand die Kandidatur der Attac-Geschäftsführerin Sabine Leidig abgelehnt – sie habe sich „in keiner Weise unterstützend auf ein Projekt einer linken Kraft und Partei bezogen”, wird aus einer Email zitiert. So könnte sich am Samstag in Kirdorf wiederholen, was man von der Hessen-Linken schon kennt: Konflikte bei der Aufstellung von Listen. Beinahe legendär ist die Auseinandersetzung um den zunächst als Spitzenkandidat zur Landtagswahl nominierten Pit Metz, der später zum Rückzug gedrängt wurde. Nun also Leidig. Der Landesvorstand hat inzwischen eine Einmischung der parteinahen Rosa-Luxemburg-Stiftung beklagt – was die Attac-Frau zurückweist. In der Emanzipatorischen Linken wird die Ablehnung Leidigs als „fatales Signal” bezeichnet. Vor Wochen schon hatte der Tagesspiegel über die Quotenprobleme berichtet. Die sind inzwischen gelöst: Da auf den ersten drei aussichtsreichen Plätzen zwei Frauen stehen müssen, werden die  Bundestagsabgeordneten Werner Dreibus und Wolfgang Gehrcke nun gegeneinander auf Platz 2 antreten. Auf Platz 3 geht die Berlinerin Christine Buchholz ins Rennen.

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