Verhindert! Verpasst?

Da wäre man nun gern dabei gewesen. Aber die Lohnknechtschaft und ihr brutales Terminregime haben es verhindert. Dienstagabend beim keynesianischen Gipfeltreffen in Starbesetzung, mit Ex-Staatssekretär Heiner Flassbeck und seinem Ex-Chef Oskar Lafontaine, immerhin der Namensgeber dieses Blogs. Anlass für die Schaffe im Tazcafe war die Vorstellung von Flassbecks neuem Buch Gescheitert. Warum die Politik vor der Wirtschaft kapituliert. Ein paar Sätze dazu hat Flassbeck unlängst ja schon im Freitag-Interview gesagt. Aber gegen so eine Liveaufführung mit Lafontaine an der Seite war das bestimmt nichts. Hat, wer heute nicht in der Dutschke-Straße war, irgendwas Spannendes verpasst?

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2 Kommentare zu “Verhindert! Verpasst?”

  1. David Noack sagt:

    Also ich war da. Es war sehr voll und in dem kleinen tazcafe bedeutet das, dass eine sehr stickige Luft uns alle umgab. Gäste wie Michael Schlecht und Ottmar Schreiner waren auch dabei. Anfangs redete Oskar über das Buch, schweifte dann aber sehr ab. Doch danach kam dann Flassbeck, welcher erst ganz ruhig und dann immer aufgeregter über das Nichtkonzept der Wirtschaft in Deutschland redete. Beide hatten schon vor Jahren darauf aufmerksam gemacht, dass die Euro-Zone auseinanderbrechen könnte und Flassbeck betonte, dass es nun vielleicht soweit ist. Schuld daran sei die Währungsspekulation und die Dumping-Politik in Deutschland. Oskar betonte noch einmal, dass man nun nicht die Drogenmafia den Drogenhandel bekämpfen lassen solle – was bedeutet, dass die ganzen neoliberalen Banker nun “aufräumen” dürfen. Flassbeck betonte noch einmal die absurden Forderungen einiger Banker, allen voran Ackermann, welcher vorgestern wieder gemeint hätte, dass er nahe an den berühmten 25 % dran ist. Der Finanzstaatssekretär a.D. ist Verfechter des 3-6-3-Bankings. Für drei Prozent leiht man etwas an, für sechs Prozent verleiht man es und um drei ist der Chef auf dem Golfplatz. Doch der neoliberale Mainstream herrscht immer weiter und der “Häretiker” (so Oskar über Flassbeck) meinte, dass er allein auf weiter Flur steht – als die beiden das Finanzministerium anführten gab es wohl zwei (allerhöchstens) drei kompetente Leute in dem Ministerium.
    Nach einer schlecht moderierten Fragerunde war dann nach ein bisschen mehr als zwei Stunden Schluss. Alles in allem ein sehr interessanter Abend!

  2. Jan Michael sagt:

    Danke für Link und Hinweis. Heute ist übrigens auch das Interview mit Lafontaine der Kollegen Ulrike Herrmann und Stefan Reinecke auf taz.de erschienen. Ulrike Herrmann hat auch noch ein paar Zeilen geschrieben, wie sie das Interview mit Lafontaine empfand.

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