Weniger ist mehr
Vor den Demonstrationen am 28. März drängen Forderungen nach Arbeitszeitverkürzung wieder an die Öffentlichkeit. Ein Aufruf von Gewerkschaftslinken, der sich für eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich einsetzt, hatte am Freitagabend bereits mehr als 1.300 Unterstützer. Weniger wäre in diesem Fall tatsächlich mehr – mehr Ruhe vorm Chef, mehr Zeit für Politik und sonstwas. Die Kampagne zielt zunächst auf die Diskussion innerhalb von ver.di, soll das Thema Arbeitszeitverkürzung aber auch darüber hinaus wieder ins Gespräch bringen. Nichts weniger als die „Abschaffung der Massenarbeitslosigkeit durch faire Umverteilung der Arbeit” strebt eine Initiative an, hinter der unter anderem der umtriebige Berliner Politprofessor Peter Grottian und sein Osnabrücker Kollege Mohssen Massarrat stehen. Eine „faire Umverteilung der Arbeit”, heißt es in einem Papier (hier als PDF), könnte „zumindest rechnerisch” die pro Kopf anfallende Lohnknechtschaft auf 30 Wochenstunden reduzieren. Grottian und Co. verbinden ihre Forderungen zu einer Art radikalreformerischen Trias – neben der Arbeitszeitverkürzung soll es auch Mindestlohn und Grundeinkommen geben. In diese Richtung ging bereits ein Appell des früheren Chefredakteurs der Frankfurter Rundschau, Wolfgang Storz, der Anfang des Jahres im Freitag meinte, diese drei Forderungen „müssten die Themen der deutschen Linken im Wahljahr sein”. Die Trias findet sich auch im Aufruf zu den März-Demos.
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Arbeitszeitverkürzung – Mindestlohn – BEDINGUNGSLOSES Grundeinkommen = Wahlkampftrias der Linkspartei DIE LINKE 2009 in Sachen Arbeit und Soziales!
Würde ich voll unterschreiben und unterstützen. Dann würde ich sogar wieder DIE LINKE wählen, sofern nicht andere Parteien SEHR ähnliches im Angebot haben, neben noch anderen Themen und diesbezüglich GUTEN Lösungsvorschlägen, die in der heutigen Zeit wichtig sind. In solchem Fall wäre die Wahl wohl schwierig.
Also Oskar & Co.: Auf geht’s! Viel Zeit ist nicht mehr, sich zu entscheiden.