Ohne Lafontaine
Mit der Fixierung auf ein paar prominente Personen in der Politik ist es so eine Sache: Wenn dann mal einer wie Oskar Lafontaine nicht dort erscheint, wo man ihn erwartet hätte, blühen die Phantasien. Gestern noch meldete die dpa, dass das Gedenken an Luxemburg und Liebknecht „von der Spitze der Linkspartei mit den Vorsitzenden Oskar Lafontaine und Lothar Bisky” eröffnet werde. Heute heißt es, Bisky und Bundestags-Fraktionschef Gregor Gysi hätten „den Zug der Teilnehmer” angeführt – kein Wort über Lafontaine. Also im Internet nachgeschaut und erfahren, dass der „am Wochenende beim Wahlkampf in Hessen” sein soll. Im aktualisierten Terminkalender für alle Wahlkampf-Auftritte des Landesverbandes wird eine Veranstaltung mit Lafontaine aber erst für Sonntagabend angekündigt (hier als PDF). Musste er schon so früh losfahren? Gysi schafft es auch bis zum Abend von Friedrichsfelde nach Hessen. Da steckt doch was dahinter. Eine kleine Skandalgeschichte über Streit in der Linkspartei wäre allemal drin. Spiegel, übernehmen Sie!
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