Elsässer antwortet
Nachtrag 16. Januar – 22 Uhr: Inzwischen hat auch die Welt die Sache für sich entdeckt. Ein hanebüchner Beitrag, von dessen Kommentaren man einiges über die Leser des Blattes lernen kann. Immerhin ist dem Text zu entnehmen, dass sich die Linkspartei inzwischen geäußert hat. Fraktionssprecher Hendrik Thalheim wird mit den Worten zitiert, Elsässer meine “offensichtlich, dass es zwischen Rechten und Linken gemeinsame Interessen geben könnte”. Eine Veranstaltung des Abgeordneten Norman Paech mit dem Autor sei abgesagt worden.
Nachtrag 16. Januar – 12 Uhr: Bei Trend gibt es einen Offenen Brief, in dem die Journalisten Bernhard Schmid und Peter Nowak der Hoffnung Ausdruck verleihen, Elsässer könne es sich noch einmal anders überlegen. Ein Video-Mitschnitt der Veranstaltung der “Volksinitiative” im Max & Moritz am 10. Januar findet sich bei nuoviso.tv.
Wie schon gestern hier zu lesen war, hat das Neue Deutschland seine Zusammenarbeit mit Jürgen Elsässer beendet. In der heutigen Ausgabe begründet die Chefredaktion dies (hier als PDF) mit der umstrittenen „Volksinitiative” des Autors. Dieses “auf einen äußeren Feind orientiertende Projekt” habe „nichts mit den tragenden redaktionellen Grundsätzen des ND zu tun”. Man unterstelle Elsässer zwar nicht, „ins rechte Lager übergewechselt zu sein”, möchte aber auch „nicht als Plattform” für ein Vorhaben herhalten, das „alte Irrtümer” wiederhole. Elsässer hat inzwischen mit einem offenen Brief an die Redaktion geantwortet (hier als PDF). Vorwürfen, seine „Volksinitiative” nehme gedankliche Anleihen bei Rechten, hält er entgegen, man könne „sinnvolle wirtschaftliche Maßnahmen” nicht deshalb ablehnen, weil ähnliches auch von Rechtsradikalen vorgeschlagen würde. Seine „Volksfront” hält Elsässer für „die wirksamste antifaschistische Politik, die man sich vorstellen kann”. Die Kritiker wird das nicht umstimmen. Elsässer sieht sich trotzdem auf der richtigen Seite: In dem offenen Brief an das ND zeigt er sich versöhnlich, lobt die gute Kooperation mit der Redaktion und wartet nun darauf, dass die Geschichte ihm Recht gibt: Einem „Rückruf des Politbüros” wolle er sich nicht verschließen.
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- Bei den “Antideutschen” fließt Sekt -
Ich kann nicht verstehen, wie das ND autoritäre Kräfte ermutigen kann, die gegen andersdenkende Linke und Antifas seit Jahren mit manngigfaltigen Einschüchterungsversuchen vorgehen.
Lange vor und am Rande der umstrittenen Samstagabend-Soiree mit Elsässer – und vor dem Überfall – ließen “Antideutsche”
verlauten, der Elsässer müsse nun überall rausfliegen. (In die Richtung ging ja auch der Brief BAK Shaloms an´s ND und diverse blogger und foren-postings.)
Dem gegenüber werden Lederer und Co. vom ND mit Elogen überhäuft. Leute, die innerparteilich eine Mobbingkultur durchsetzen (B.O.s Spandau, Wedding, Neukölln) und in der Öffentlichkeit im Nahost-Konflikt einseitig Partei ergreifen und den unglückseeligen Gaza-Krieg dazu benutzen gegen den partieinternen Gegner die Keule des Antisemitismusvorwurfs zu schwingen.
DAS – eine Woche vor der Hessenwahl!
Falsche Signale des ND.
Konstantins Kommentar hat meine völlige Zustimmung. Sehr bedauerlich zu sehen, daß das ND vor der Hetze der Rechten so schnell eingeknickt ist.
Elsässer bekommt den Nazi-Stempel aufgedrückt (nicht vom ND, aber von TAZ u.a.), weil er das Wort “Volk” in den Mund nimmt, aber gleichzeitig wird jemand wie Lederer abgefeiert, der das Wort “Volk” zwar nicht in den Mund nimmt, aber dafür auf einer Demo spricht, die sich für einen Völkermord ins Zeug legt.
Die Linke ist am Ende. Sonntag wird sie ihr Debakel erleben. Und das trotz Wirtschaftskrise und großer Verunsicherung in der Bevölkerung. Die Linke wird bald bedeutungslos sein, der Lafontaine-Effekt hat sich bald abgenutzt (erst Recht weil Oskar bezüglich Georgien-Krieg und Finanzkrise das Maul nicht aufkriegt), verdanken ist der Tatsache, daß die Partei in den Händen rechter Kräfte ist (rechts natürlich immer relativ zu den anderen Kräften in der Partei). Pau, Gysi, Kipping, Byski, Ramelow etc.pp. sind pro-imperialistische Renegaten.
Na das haben wir ja wieder toll hingekriegt Genosse Elsässer und Genossen ND-Redaktion. Danke für nichts, A…..öcher! Das muß natürlich sein 3 Tage vor der Hessen-Wahl. Zusammen mit Fettnäpchen-Suchgerät Klaus Ernst seid ihr DAS Pannentrio überhaupt. Die Mitglieder schuften sich den Arsch auf im Wahlkampf und dann kommen diese Querschläger aus den eigenen Reihen.
Liebe Genossen!!
Zur Initiative von Jürgen Elsässer möchte ich erst einmal anmerken, dass es bisher leider keine Kontaktmöglichkeiten, keine eigene Seite, usw. gibt?? Das erscheint mir, liebe Genossen (und Genossinnen), dann doch etwas suboptimal?
Da ich dieser Initiative gar nicht mal
so unaufgeschlossen gegenüber stehe, hätte ich schon ein gewisses Interesse daran, Mitlieder der Volksinitiative mal zu kontaktieren…
Mit solidarischen Grüssen,
Ingo.
Für Ingo:
http://www.volks-initiative.info/index.html
Die Seite ist nur nicht ergooglebar…
Vielen Dank, David!! Ich hatte schon
befürchtet, ich könne nicht richtig
mit google umgehen…
Ansonsten möchte ich den Machern dieser Seite noch zu diesem wirklich
informativen Interntauftritt gratulieren und viel Erfolg in der politischen Auseinandersetzung wünschen!!