Heut bei Findigs …
Die Fusion von Wahlalternative und PDS lässt mancherorts noch immer das Gebälk unterm Dach der neuen Linken knirschen. In Rheinland-Pfalz ein Hungerstreik, in Sachsen eine angebliche Verfassungsschutzaffäre, in Schlewsig-Holstein ein Stalin-Party-Drama – von Union und SPD hat man dergleichen schon länger nicht gehört. Ob es also an der Partei selbst liegt, am politischen Ort im Koordinatensystem – Linke streiten ja angeblich immer – oder daran, dass ähnliche Vorfälle in anderen Parteien diskreter behandelt werden? Unter dem beliebten Motto Was ist denn heut bei Findigs los? (wer damit nichts anfangen kann, hier mehr) werfen wir deshalb einen Blick nach Nordhessen, wo gerade ein Mitglied der Linken die Partei und die Kasseler Kreistagsfraktion verlassen hat – wegen angeblichen Zentralismus’ heimlicher Stasi-Seilschaften (mehr hier und hier und hier). Der Kreisverband spricht von „ungeheuerlichen Unterstellungen” und weist auf einen Satzungskonflikt mit dem Ortsverband Brauntal hin. Das ist nicht das einzige Problem. Vor geraumer Zeit war bereits ein weiterer Linker aus der Kreistagsfraktion ausgetreten – der Betreffende war seinerzeit Unterzeichners eines Aufrufs gegen die Fusion von WASG und PDS. Offenbar schwelt der Streit zwischen den „Quellorganisationen” weiter.
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2 Kommentare zu “Heut bei Findigs …”