Nächster Halt Arbeitsgericht
Als im Juli auf einen Schlag 220 Busfahrer der kommunalen Verkehrsbetriebe in Saarbrücken in die Linke eintraten, machte sich nicht nur bei Oskar Lafontaine Zufriedenheit breit. Einen solchen Ansturm sollten endlich auch Kritiker als Beleg für die wachsende Verankerung der Partei im Westen anerkennen. Nun sorgen die Saarbahn-Fahrer wieder für Schlagzeilen, aber aus der Erfolgsstory ist ein Polit-Krimi geworden. Sechs Betriebsräte wehren sich vor Gericht gegen ihre Kündigung. Es geht um angeblich falsche Stundenzettel und den Vorwurf, dass Mitglieder mit unlauteren Methoden für die Linkspartei geworben worden seien. Doch das ist nicht die ganze Geschichte – wie man in diesem Beitrag aus dem aktuellen Freitag nachlesen kann. Erst nach Redaktionsschluss kam noch eine Information dazu: Der Hauptzeuge der Geschäftsleitung ist demnach nicht nur Kandidat der DVU bei den Wahlen 1998 gewesen. Der Gewerkschaft ver.di liegen jetzt auch eidesstattliche Versicherungen vor, dass der betreffende Harald W. vor einiger Zeit noch mit Hakenkreuz-Tätowierung herumgelaufen sei.
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